| Dieser Dienstadel verschmolz im Laufe der Zeit mit den slawischen Adelssippen und es entstand der eher simple, bodenständige mecklenburgische Adel. So sind es auch immer wieder dieselben Namen, die von den späteren Landesherren, den mecklenburgischen Großherzögen be-
lehnt wurden. Die Oertzen, Maltzahn, Bülow, Plessen, Hahn, Bassewitz und Blücher kamen so zu großem Landbesitz. Beschränkte sich die Eigenbewirtschaftung des Besitzes anfangs nur auf wenige Hufe, so änderte sich dies ab dem 16. Jh. dramatisch. Der 30-jährige Krieg, der auch in Mecklenburg zu unge-
heuren Bevölkerungsverlusten geführt hatte, leistete der Vergrößerung des adeligen Besitzes weiteren Vorschub.
Ende des 18. Jh. war der großflächige adelige Gutsbetrieb bereits das bestimmende Element in der mecklenburgischen Landschaft. |  |