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Herrenhaus Vogelsang – Zeit der neuen Romantik

Der morbide Charme einer Ruine, die langsam zum Leben erweckt. Zwischen Teterow und Güstrow in der Mecklenburgischen Schweiz.

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Vogelsang liegt in einer von der Eiszeit wunderschönen, hügelig geprägten Landschaft an der Grenze des Naturparks „Mecklenburger Schweiz“. Schriftlich erwähnt wird Vogelsang erstmals 1379, bis 1734 befand es sich im Besitz der Familie Wozenitz. Familie von Plessen hat das Dorf Vogelsang angelegt und das Lehngut bis 1838 bewirtschaftet. Im 19. Jahrhundert wechselten die Besitzer häufig. Familie Manecke hat in den Jahren bis 1840, also in der Zeit der Deutschen Romantik, das jetzige Herrenhaus im Tudorstil samt Parkanlage im englischen Landschaftsstil erbaut. 1884 erfolgt die Änderung in ein abgabenfreies Gut und der Verkauf an den Hamburger Kaufmann Julius Hüniken.
Familie Hüniken errichtete Zusatzbauten wie das Teehaus, den Marstall mit Wasserturm, ein Kutscherhaus und ein Inspektorenhaus, die noch heute neben einigen kleineren Stallgebäuden und einem wunderschönen Apfelgarten als geschlossenes Ensemble erhalten sind. Seit 2010 ist Dr. Robert Uhde aus Rostock neuer Besitzer und leidenschaftlicher „Gutsherr“. Durch seine Agenturtätigkeit sehr erfahren im Konzipieren und Durchführen von schönen Events und kulturellen Veranstaltungen, will er im Herrenhaus Vogelsang samt Park und Anwesen nach und nach eine Location „außerhalb der Zeit“ schaffen, in der Menschen von nah und fern für eine gewissen Zeit dem Alltag entrinnen können. Bereits während der noch andauernden Restaurierungsarbeiten fanden und finden regelmäßig kleinere und größere Kultur-Veranstaltungen statt. Als Begründer und Veranstalter der langen Nacht der nordischen Gutshäuser (www.mittsommer-remise.de), die traditionell um den 20. Juni statt findet, hat Dr. Uhde sich bereits seit Jahren dem Erhalt des Kulturschatzes „Gutshäuser und Schlösser“ im Land verschrieben. Ende Mai findet  ein verzaubertes Fest der Kleinkunst unter dem Titel „ Romantic Heart´n Festival“ statt. Inspiriert von der Steampunk-Bewegung lädt das Fest zu einer Zeitreise in die Epoche der Sehnsucht und Leidenschaft des 20. Jahrhunderts. Ende Juni findet mit der „Gartenlaube“ eine Garten- und Kunsthandwerksmesse mit Rahmenprogramm statt. Kulinarische Genüsse ergänzt mit barockem Fest und Konzert gibt es Ende Oktober in Kooperation beim „Barocken Tafelmahl“. Das Haus samt Park ist nicht öffentlich, aber nach Vereinbarung zu besichtigen. Für Hochzeiten, Events und als Filmkulisse dient das charmante Anwesen ebenso.